In Zaun verfangene Katze gerettet

Letzte Woche haben Mitarbeiter von aktion tier Zossen am Koschewoi-Ring in Wünsdorf eine Katze aus einem Zaun befreit. Das völlig hilflose Tier war von Spaziergängern entdeckt worden.

Wie es dazu kam, dass sich vor allem das lange und stark verfilzte Fell am Schweif derart im Zaun verwickeln konnte, bleibt ein Rätsel. Unsere Mitarbeiter befreiten die arme Mieze vorsichtig aus ihrer misslichen Lage und brachten sie umgehend in die Tierklinik. Dort blieb nach der Komplettrasur nur ein kleines, erschreckend dürres Häufchen Elend übrig, das wir auf den Namen `Puppe` tauften. Wahrscheinlich hatte die etwa 2 Jahre alte Perserkatze versucht, sich aus dem Zaun loszureißen und sich dabei ihren Schwanz derart stark verletzt, dass die Spitze bereits abgestorben war und in der Tierklinik amputiert werden musste.

Da kein Mikrochip zur Kennzeichnung vorhanden war, wissen wir weder, wem `Puppe` gehört noch, wo sie gelebt hat oder wie es zu diesem Zaun-Unglück kommen konnte, der dem Tier beinahe das Leben gekostet hat. Jedoch magert eine Katze nicht von heute auf morgen derart ab und selbst bei Langhaarkatzen mit Freigang dauert es ein wenig, bis das Fell so stark verfilzt wie bei `Puppe`. Unser Findling muss also entweder von seinem Halter stark vernachlässigt worden sein oder bereits eine Weile draußen gelebt haben.

Zum Glück hat die Kleine einen guten Appetit und wird hoffentlich bald etwas mehr Gewicht auf die Waage bringen. Denn sie muss erneut am Schwanz operiert werden, wo an der Amputationsstelle noch mehr abgestorbenes Gewebe zu entfernen ist. Und die Strapazen einer Narkose lassen sich besser mit ein paar hundert Gramm mehr auf den Rippen überstehen. Jetzt, wo sich `Puppe` bei uns entspannen kann, zeigt sich auch der liebenswerte und verschmuste Charakter der kleinen Katze, die sich für jede Streicheleinheit mit lautem Schnurren bedankt.