Manchmal läuft nicht alles nach Plan...

Ein Bericht von Myriam Laser

Leider läuft nicht immer alles so wie man es sich wünscht und so wurden diese Geschwister am Montag zu kleinen Notfellchen.

Aber von vorne: Vor 4 Wochen erblickten die beiden Zwerge bei uns das Licht der Welt. Ihre Mutti kam kurz vorher hochträchtig, im Zuge unseres aktion Kitty Kastrationsprojektes für Straßenkatzen, zu uns. Mama kümmerte sich von Anfang an rührend um ihren Nachwuchs. Das ist in dieser Situation nicht immer selbstverständlich, haben die werdenden Mütter doch allein schon aufgrund des Umgebungswechsels, des eigesperrt seins und wegen dem täglichen, nahen Kontakt mit dem Menschen unheimlichen Stress.

Die beiden Knirpse wurden immer größer, nahmen Tag für Tag mehr von ihrer Umwelt wahr und erkundeten ihr Gehege. Am Montag Abend war ihr Verhalten jedoch sehr ungewöhnlich. Laut schreiend kam uns das kleine Katerchen entgegen, kletterte sogar am Zaun empor. Das Mädchen lag noch bei Mutti, schrie jedoch fleißig mit. Ein kurzer Blick zeigte, dass Mama Katze soweit einen munteren Eindruck machte und auch keine Anzeichen einer Mastitis vorlagen. Wir vermuten, dass einfach nicht mehr genügend Milch für die beiden Mäuse da war, denn sehr hungrig waren sie allemal.

Da sie vom Katzenfutter fressen leider noch ein wenig entfernt sind, nahm unsere Tierärztin die beiden Katzenkinder kurzerhand über Nacht mit und versorgte sie.

Bereits am nächsten Tag kam dann unsere tolle Pflegestelle, die sich vor einigen Monaten bereits so toll um unsere 8, vor dem Tor abgestellten, "Kartonkitten" gekümmert hat, vorbei und nahm die Zwei in ihre Obhut. Hier werden sie rund um die Uhr rührend versorgt und lernen dazu noch ganz viel Neues kennen.

Bislang machen sich Bruder und Schwester prima und wir sind zuversichtlich, dass sie trotz des holprigen Starts zu stattlichen Stubentigern heranwachsen dürfen.