Ein Gemeinschaftsprojekt von aktion tier und dem Verein der Tierfreunde Schützende Hand e.V.

Katzenbabys einfach im Wald ausgesetztOak, Yew und Maple - zum Sterben entsorgt

Die Katzenbabys wurden einfach in einem Eimer im kalten Wald ausgesetzt. Foto: © aktion tier Zossen
Die drei Kitten zitterten am ganzen Körper. Foto: © aktion tier Zossen
Wir vermuten, dass die drei Racker mindestens 4 Stunden im nassen und kalten Wald auharrten. Foto: © aktion tier Zossen
Eigentlich benötigen Katzenbabys alle 2 - 3 Stunden Milch, auch in der Nacht. Foto: © aktion tier Zossen
Im Tierheim geht es den Kleinen besser, aber sie sind noch nicht 'überm Berg'. Foto: © aktion tier Zossen
Sie wurden Oak, Yew und Maple getauft. Foto: © aktion tier Zossen
Jetzt heißt es durchhalten - unsere drei Kleinsten müssen noch mehrere Wochen intensiv betreut werden, bevor sie allein auf ihren Pfoten stehen können. Foto: © aktion tier Zossen
Sie befinden sich derzeit auf einer tollen Pflegestelle und werden dort gehegt und gepflegt. Foto: © aktion tier Zossen
Leider ist diese Art der Entsorgung von Kitten kein Einzelfall. Foto: © aktion tier Zossen
 
 

Gegen 20 Uhr klingelte das Notdiensttelefon des Tierheims. Ein Pilzesammler hat 3 junge Katzen in einem Eimer im Wald gefunden. Also rein ins Auto und los zur Polizei, wo bereits der Herr mit den Katzen wartete.

Von Myriam Laser, Tierpflegerin im Tierheim 'aktion tier Zossen'| 19. Oktober 2017

Als unsere Mitarbeiterin vor Ort eintraf, fiel ihr direkt der dreckige Eimer mit dem nassen, schmutzigen und völlig ausgehungerten, nicht mal 3 Wochen alten Inhalt auf. Die drei Kitten zitterten am ganzen Körper, gaben sonst aber keinerlei Lebenszeichen von sich. Erst als unsere Mitarbeiterin die Kleinen vorsichtig streichelte, fingen sie an zu miauen und versuchten aus ihrem Gefängnis auszubrechen. Nachdem der Papierkram erledigt war ging es schnell zurück zum Auto und schleunigst ins Tierheim, um die kleinen Fellknäule warm und sauber zu bekommen. Hier bekamen sie auch direkt ihre erste Milchmahlzeit.

Wir vermuten, dass die drei Racker mindestens 4 Stunden im nassen und kalten Wald auharrten. Das dezimierte ihre Überlebenschancen, denn Kitten in diesem Alter benötigen noch dringend ihre Mutter um die Körpertemperatur zu halten und nicht komplett auszukühlen. Außerdem benötigen sie alle 2 - 3 Stunden Milch - auch in der Nacht.

Der Überlebenskampf begann und wir fürchteten mehrfach, die Kleinen zu verlieren. Zum Glück wurden die Drei nicht nur durch unsere eigenen engagierten Mitarbeiter, sondern auch durch die fähigen Tierärzte der Tierarztpraxis S. Weisel betreut.

Jetzt heißt es durchhalten - unsere drei Kleinsten müssen noch mehrere Wochen intensiv betreut werden, bevor sie allein auf ihren Pfoten stehen können. Sie befinden sich derzeit auf einer tollen Pflegestelle und werden dort gehegt und gepflegt.

Leider ist diese Art der Entsorgung von Kitten kein Einzelfall, deswegen appellieren wir an alle, lasst eure Katzen und Kater kastrieren.