Ein Gemeinschaftsprojekt von aktion tier und dem Verein der Tierfreunde Schützende Hand e.V.

Verein & Geschichte

Das Tierheim und Tierschutzzentrum aktion tier Zossen im August 2014 Foto: aktion tier e.V./Bauer
Das Tierheim im Jahr 2006; heute befindet sich an dieser Stelle das Katzenhaus. Foto: aktion tier, Ursula Bauer
Gemeinsamer Bau des Hundesauslaufs 2007. Foto: aktion tier, Ursula Bauer
2008 zerstört ein schwerer, durch einen Kurzschluss entstandener Brand Teile des Tierheims.
Kaninchen mit Brandverletzungen. Foto: aktion tier, Ursula Bauer
Gemeinsamer Wiederaufbau durch den Verein der Tierfreunde Schützende Hand e.V. und aktion tier e.V. nach dem Brand.
Das Katzenhaus heute, im Jahr 2014. Foto: aktion tier, Ursula Bauer
Hier werden an das Hundehaus neue Ausläufe gebaut. Foto: aktion tier e.V.
 
 

Als die russischen Soldaten 1994 die Garnisonsstadt Wünsdorf verließen, konnten sie ihre Haustiere nicht mit in die Heimat nehmen. Daher wurden die Tiere in ein eingezäuntes Grundstück des Garnisonsgeländes gebracht und das Katzenasyl Zossen nahm seinen Ursprung.

Es gründete sich ein Verein, der die provisorische Versorgung der Tiere übernahm. Trotz des großen Engagements der damaligen Mitglieder war dieser Verein aber nicht in der Lage, eine artgerechte Unterbringung der Tiere in einem Teil des ehemaligen Militärgeländes sicherzustellen. Daher wurde die Aufgabe 1999 vom „Verein der Tierfreunde Schützende Hand e.V.“ übernommen. Zum damaligen Zeitpunkt waren die Gebäude an der B96 am Ortsausgang Zossen in einem kritischen Zustand, das Dach war undicht, die Fenster fehlten weitgehend, eine Heizung gab es nicht.

Der „Verein der Tierfreunde Schützende Hand e.V.“ nahm sich des Problems an. Die Fenster wurden instand gesetzt, eine provisorische Heizmöglichkeit zunächst mit Gasöfen, später mit elektrischen Heizungen wurde geschaffen, Katzenschlafhäuser und Futterplätze gebaut.

Im Jahr 2003 konnten das Gelände mit 18.000 m² erworben und erste provisorische Zwinger für Hunde aufgebaut werden.

Ab 2006 wurden diese durch fachgerechte Zwinger ersetzt. Inzwischen wurden im Haupthaus (Haus1) 9 Zwinger mit 3 Hundeausläufen fertig gestellt, die über Innenräume für die Hunde verfügen. Auch für die Katzen wurden zunächst 4 Auslaufbereiche geschaffen.

Weiterhin konnte im Laufe der Jahre 2006 und 2007 das Dach von Haus1 neu gedeckt und der Neubau einer Quarantäne- und Krankenstation im Nebengebäude (Haus2) begonnen werden. Ebenfalls im Jahr 2007 wurde durch den EU-Fond eine Hundetagesstätte in Haus 1 eingerichtet.

Im Jahr 2008 erhielten alle Tierräume im Haus1 eine Fußbodenheizung, auch die restlichen Räume wurden in 2009 entsprechend renoviert. Darüber hinaus wurde Ende 2008 mit dem Wiederaufbau der Quarantäne- und Krankenstation (einschließlich Behandlungszimmer) im Haus 2 begonnen, die am 3. März 2008 kurz vor der Fertigstellung durch einen Brand nahezu völlig zerstört worden war. Gleichzeitig wurde ein Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter sowie ein Verwaltungsbereich im Haus 2 aufgebaut. Diese Räume wurden im Mai 2009 für die Benutzung frei gegeben. Im Anschluss wurden die restlichen Katzenräume im Haus 1 mit einem Freigehege für die Schmusetiger versehen.

Kurz vor dem Jahreswechsel 2009/2010 konnte für die zwei Minischweine ein neuer, winterfester Stall mit einem Auslaufgehege fertig gestellt werden. In den vorderen Teil wurden im Frühjahr 2010 die Kaninchen und Meerschweinchen untergebracht. Außerdem soll für diese noch ein Auslaufgehege entstehen. Fertig gestellt wurde in 2010 ein Freigehege für die wilden Katzen, die nun im Haus 2 untergebracht sind, Haus 1 wurde von außen isoliert, geputzt und angestrichen.

In 2011 wurde ein weiterer Waschraum für die Wäsche der Quarantänestation ausgebaut. Außerdem konnte auch das Haus 2 von außen isoliert, geputzt und gestrichen werden. Darüber hinaus entstanden weitere Gehwege.

Im Frühjahr 2014 weiteten der Tierschutzverein aktion tier - menschen für tiere e.V. und der Verein der Tierfreunde Schützende Hand e.V. ihre bereits seit 2002 bestehende Projektpartnerschaft deutlich aus. In der Vergangenheit hatte der Verein der Tierfreunde Schützende Hand e.V. massive Probleme gehabt, die letztendlich auch die Weiterführung des Tierheimbetriebes in Zossen gefährdet hätten. Auf der Mitgliederversammlung des Vereins der Tierfreunde „Schützende Hand e.V.“ am 11. April 2014 wurde somit ein umfangreiches Hilfsangebot von aktion tier e.V. angenommen, um den Tierheimbetrieb in seiner Quaalität erhalten und langfristig verbessern zu können. Durch das neue Gemeinschaftsprojekt "aktion tier Zossen" bieten sich durch das hohe Engagement beider Vereine zahlreiche Entwicklungschancen für das Tierheim.